Das Projekt

Perspektiven für Standort und Region

Wir, die PCC, prüfen derzeit den Bau einer Produktionsanlage für Ethylenoxid sowie von fünf weiterverarbeitenden Anlagen am Evonik-Standort Lülsdorf. Der Chemiestandort hat eine über 100-jährige Tradition. Das Projekt ist ein wichtiger Impuls für seine Weiterentwicklung. Sollten wir uns für eine Investition an diesem Standort entscheiden, würden zusätzlich zu den bislang 500 Arbeitsplätzen bis zu 200 neue Stellen geschaffen werden. Von einer wachsenden Wirtschaftskraft des Standorts profitiert die Region insgesamt. Betreiber des Projekts ist unsere 100%ige Tochtergesellschaft PCC Integrated Chemistries GmbH mit Sitz in Duisburg. Das voraussichtliche Investitionsvolumen beträgt rund 500 Millionen Euro.

Geschäftsführer Dr. Peter Wenzel im Projektgespräch mit Mitarbeitern

Kern unserer Planung ist eine Hauptanlage zur Herstellung von Ethylenoxid, kurz EO. Mit der neuen Produktion sichert die PCC langfristig die Versorgung ihrer Chemiesparte mit diesem wichtigen Ausgangsstoff.  Fünf weitere Anlagen sollen den Großteil des EO direkt am Standort Lülsdorf weiterverarbeiten – etwa 140.000 Tonnen jährlich. Die verbleibende Menge – etwa 40.000 Tonnen pro Jahr – wird zu Kunden außerhalb des Standortes transportiert. Das geschieht vorwiegend per Eisenbahn. Hinzu kommt eine CO2-Rückgewinnungsanlage, um rund 80 Prozent des bei der Produktion entstehenden CO2 wiederzuverwenden. Bei der Planung setzt die PCC auf modernste technische Standards.

Die PCC nutzt für alle ihre Investitionsvorhaben modernste und umweltschonende Technologien. Auch die Anlagen am Standort Lülsdorf werden nach dem neuesten Stand der Technik errichtet und sie werden laufend durch die PCC überwacht und gewartet. Das bedeutet höchste Sicherheitsstandards – kombiniert mit der jahrzehntelangen Erfahrung, die die PCC insbesondere in der Handhabung von Ethylenoxid (EO) hat.

EO erfordert, wie viele Grundchemikalien, aufgrund seiner Eigenschaften einen umsichtigen Umgang. Für Produktion, Lagerung und Transport von Ethylenoxid sowie der Ausgangsstoffe und auch der Folgeprodukte trifft die PCC umfassende Sicherheitsvorkehrungen. Diese unterliegen einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess und werden von externen Sachverständigen sowie den zuständigen Behörden regelmäßig überprüft beziehungsweise überwacht. Das gesamte Sicherheitssystem genügt höchsten Standards.

Alle wichtigen Komponenten in den Anlagen werden mehrfach und voneinander unabhängig vorhanden sein. Die Anlagen werden stets in sicheren Betriebszuständen arbeiten, denn die Anlagensteuerung wird im Fall einer Störung geeignete Maßnahmen bis hin zur automatischen Abschaltung einleiten.

Mit einem umfassenden Sicherheitskonzept, regelmäßigen Schulungen unserer Mitarbeiter sowie der engen Zusammenarbeit mit der Evonik-Werkfeuerwehr sorgen wir für den maximalen Schutz bei Produktion, Lagerung und Transport.

Die Sicherheit von Anwohnern und Mitarbeitern hat für uns höchste Priorität. Daneben ist es unser Ziel, die Umwelt bestmöglich zu schützen und zu schonen. Die Abwässer aus dem Anlagenbetrieb werden in der am Standort schon vorhandenen zentralen Kläranlage gereinigt, bevor sie in den Rhein geleitet werden. Zur Kühlung der Anlage wird kein Wasser aus dem Rhein entnommen oder ihm zugeführt.

Außerdem setzen wir auf ein klimaschonendes Verfahren: Eine CO2-Rückgewinnungsanlage bindet rund 80 Prozent des klimaschädlichen CO2, das in der Hauptanlage entsteht. So entweicht es nicht in die Atmosphäre. Stattdessen wird es als Rohstoff nutzbar: für Ethylencarbonate, die zur Herstellung von Lithium-Ionen-Akkus benötigt werden – etwa für Elektroautos und E-Bikes.

Unser Projekt ist Teil der von Evonik angestoßenen Standortentwicklung. Die von der PCC geplanten Anlagen tragen zur Zukunftssicherung des Traditionsstandorts Lülsdorf, des größten Arbeitgebers der Stadt, bei und eröffnen ihm neue Perspektiven. Mit den PCC-Anlagen können voraussichtlich 120 neue direkte Arbeitsplätze in Lülsdorf entstehen. Der Standort wäre außerdem für weiterverarbeitende Unternehmen attraktiv. Sie würden auch von den mit dem Anlagenbau einhergehenden Infrastrukturmaßnahmen profitieren. Damit könnte sich der Stellenzuwachs auf bis zu 200 erhöhen. Neue Unternehmen am Standort bedeuten auch neue Chancen für lokale Zulieferer und Dienstleister. Auf diese Weise trägt das Projekt als Motor zur regionalen Wertschöpfung bei und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Region.

Das PCC-Projekt befindet sich noch in einem frühen Stadium. Der Standort Lülsdorf hat sich in einer umfassenden Analyse von neun europäischen Standorten als Favorit für uns herauskristallisiert. Wesentlicher Grund ist die bereits bestehende vertrauensvolle Geschäftspartnerschaft mit Evonik. Die endgültige Entscheidung hängt jedoch von weiteren Prüfungen ab. Eine frühe Information aller Interessengruppen, insbesondere der Anwohner, über unsere Pläne ist uns wichtig. Genauso transparent gestalten wir das weitere Verfahren.

Wir werden voraussichtlich im Frühjahr 2022 die Genehmigungsanträge bei der Bezirksregierung Köln einreichen, welche für die Prüfung sowie die Entscheidung über die Genehmigungen für die geplanten Anlagen federführend zuständig ist. Die ersten Vorbereitungen laufen bereits. Das Verfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImschG) sieht eine Öffentlichkeitsbeteiligung durch die Bezirksregierung vor und bezieht weitere Träger öffentlicher Belange (wie zum Beispiel Naturschutzverbände) ein. Parallel dazu planen wir im Rahmen unserer frühen Öffentlichkeitsbeteiligung am Samstag, den 8. Februar 2020 eine Informationsveranstaltung für alle Interessierten, allen voran für unsere Nachbarschaft. Für Ihre Anliegen und Fragen haben wir über den gesamten Prozess und natürlich auch künftig im Anlagenbetrieb ein offenes Ohr. Sprechen Sie uns an >>

An allen unseren Standorten haben wir die Bedürfnisse der Anwohner stets im Blick. Auswirkungen auf die Nachbarschaft lassen sich jedoch nicht gänzlich vermeiden. Wir setzen alles daran, diese während der Bauphase und im Betrieb so gering wie möglich zu halten. Unter anderem zu den Themen Verkehrsaufkommen, Lärm- und Lichtemissionen sowie Artenschutz lassen wir Gutachten erstellen. Sobald diese vorliegen, können wir konkretere Aussagen dazu treffen. Fest steht: Unsere Anlagen werden alle vorgeschriebenen Grenzwerte einhalten.

Ein gutes Verhältnis mit unseren Nachbarn ist uns sehr wichtig. Das gelingt am besten im Dialog. Für Ihre Anliegen finden Sie hier einen Ansprechpartner:  DIALOG >>

Ihre Fragen – unsere Antworten: Die wichtigsten Antworten haben wir für Sie in den FAQ zusammengestellt. Erfahren Sie mehr >>

Das Projekt der PCC in Zahlen:

  • Geplante Anlagen: 1 Ethylenoxid-Anlage und 5 Anlagen zur Weiterverarbeitung
  • Produzierte Stoffe: Ethylenoxid, Ethylencarbonate, Polyethylenglykole, Ethoxylate, Monoethylenglykol, Celluloseether, Kohlendioxid (CO2)
  • Neue Arbeitsplätze: voraussichtlich 120 direkt bei der PCC, bis zu 200 einschließlich weiterverarbeitender Unternehmen
  • Investitionssumme: rund 500 Millionen Euro

Der geplante Projektverlauf (Update vom 6. Juli 2020)