FAQ2020-03-20T13:17:41+01:00
Fragen und Anworten zum PCC-Projekt

FAQ

Ihre Fragen – unsere Antworten

Was bedeutet unser geplantes Projekt für Sie und die Region? Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen, gebündelt in den FAQ (häufig gestellten Fragen), die wir für Sie zusammengestellt haben.

Bitte beachten Sie, dass sich das Projekt noch in der Prüfungsphase befindet. Auch wenn diese FAQ fortlaufend aktualisiert werden, kann es bis zum Abschluss der Planungsphase jederzeit zu Abweichungen und Änderungen in Bezug auf das Projekt kommen. Insbesondere im Hinblick auf die Bau- und Betriebsphase kann im Moment nur eine Prognose aufgestellt werden. Wir bitten um Verständnis.

1. Wer ist die PCC?2020-01-13T15:30:15+01:00

Wir sind eine inhabergeführte Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Duisburg. Unsere größte Sparte ist die Chemie mit den Segmenten Tenside, Polyole, Chlor, Spezialchemie und Konsumgüter. Daneben sind wir in den Bereichen Logistik und Energie aktiv. Gegründet wurde die PCC 1993 von Waldemar Preussner, der heute als Alleinaktionär den Vorsitz im Verwaltungsrat der Muttergesellschaft PCC SE innehat.

Als langfristig orientierter Investor hält die PCC SE Beteiligungen an 82 Unternehmen mit mehr als 3.500 Mitarbeitern an 41 Standorten in 18 Ländern. Die meisten unserer Standorte liegen in Europa, vor allem in Osteuropa, insbesondere in Polen, und Island. Darüber hinaus sind wir in den USA, Asien und Afrika tätig. Der Konzernumsatz lag 2018 bei 779,2 Millionen Euro. Erfahren Sie mehr >>

2. Welche Chemikalien will die PCC in Lülsdorf herstellen?2020-01-13T17:04:11+01:00

In der geplanten Hauptanlage soll aus Ethylen und Sauerstoff hochreines Ethylenoxid (EO) mit einer jährlichen Produktionskapazität von etwa 180.000 Tonnen produziert werden. Davon werden bis zu 140.000 Tonnen direkt am Standort weiterverarbeitet. Die restliche Menge soll an Kunden außerhalb des Standorts verkauft werden. In der Hauptanlage würde als Nebenprodukt zudem Monoethylenglykol erzeugt. Darüber hinaus soll in einer Nebenanlage CO2 klimaschonend zurückgewonnen werden.

Das Projekt umfasst neben der Hauptanlage nach aktueller Planung noch fünf weitere Anlagen, darunter mehrere zur Erzeugung von Polyethylenglykolen und Ethoxylaten, die rund 110.000 Tonnen des hier produzierten Ethylenoxids pro Jahr nutzen sollen. Zudem ist eine Ethylencarbonat-Anlage geplant, die jährlich mit einer Menge von etwa 20.000 Tonnen EO versorgt wird. In dieser soll das zurückgewonnene CO2 der Hauptanlage als Rohstoff wiederverwendet und so die CO2-Bilanz verbessert werden. Ethylencarbonat wird als Rohstoff für die Herstellung von Lithium-Ionen-Akkus, etwa für Elektroautos, benötigt. Weiterhin ist eine Anlage zur Herstellung von Celluloseether in Planung, welche bis zu 10.000 Tonnen EO pro Jahr benötigt.

3. Wozu dient Ethylenoxid?2020-01-13T15:23:28+01:00

Ethylenoxid ist ein wichtiger Ausgangsstoff für die Erzeugung verschiedener Folgeprodukte. Diese dienen wiederum zur Herstellung von weit verbreiteten Chemikalien mit Anwendungen in einer Vielzahl von Bereichen des täglichen Lebens: in Kosmetika, Körperpflegeprodukten, Haushalts- und Industriereinigern sowie Waschmitteln, in Medikamenten, Lebensmitteln und auch in Farben. Zu den wichtigsten Folgeprodukten, allgemein und speziell in diesem Projekt, gehören Ethoxylate, Ethylencarbonate, Celluloseether und Polyethylenglykole, die in neuen Anlagen am Standort Lülsdorf produziert werden sollen. Ethylencarbonate sind eine entscheidende Komponente von Lithium-Ionen-Akkus, wie sie etwa in Elektrofahrzeugen eingesetzt werden.  Erfahren Sie mehr >>

4. Auf welchen Flächen sollen die Anlagen errichtet werden?2019-12-19T19:03:19+01:00

Die Ethylenoxid-Anlage soll auf der derzeit unbebauten Fläche innerhalb des Werkgeländes von Evonik zwischen Umspannwerk und Abwasserreinigungsanlage errichtet werden (in unmittelbarer Nähe zur Ethylen-Pipeline). Diese Fläche ist derzeit an einen Landwirt verpachtet. Nordwestlich vom geplanten Standort der Anlage ist im Bereich der Bahngleise zudem ein Tanklager vorgesehen. Im Kernbereich des Werksgeländes sind zusätzliche Produktionsanlagen zur Weiterverarbeitung von Ethylenoxid durch die PCC und in Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen geplant.

5. Wann beginnt der Bau und wie lange wird er dauern?2020-02-06T16:53:33+01:00

Im Rahmen der weiteren Projektprüfung plant die PCC, im Herbst 2020 bei der Bezirksregierung Köln die Anträge für die Anlagen nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImschG) zu stellen. Bei einem positiven Bescheid sowie nach Finanzierungszusage durch die finanzierenden Banken und der finalen Investitionsentscheidung der PCC kann der Anlagenbau ab 2021 beginnen und wird dann voraussichtlich drei Jahre dauern.

6. Wird die PCC alle Anlagen selbst betreiben?2019-12-19T19:05:04+01:00

Nach aktueller Planung wird die PCC vier der insgesamt sechs vorgesehenen Anlagen selbst sowie eine Anlage gemeinsam mit einem Partner betreiben. Die Ethylenoxid-Anlage wird durch die PCC und die Produktion von Folgeprodukten größtenteils von PCC betrieben. Gleichzeitig wird die Ansiedlung mehrerer weiterverarbeitender Unternehmen am Standort geplant beziehungsweise geprüft.

7. Wie sind Evonik und die PCC miteinander verbunden?2020-01-13T17:05:41+01:00

Evonik und die PCC sind nicht miteinander verbunden. Durch die mehrjährige Geschäftsbeziehung ist ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen der PCC und Evonik entstanden. Das Vertrauensverhältnis ist eines der wesentlichen Kriterien dafür, dass sich die PCC zunächst für die weitere Prüfung der Ansiedlung in Lülsdorf entschieden hat. Evonik ist der Standortbetreiber in Lülsdorf. Die PCC würde die geplanten Nutzungsflächen pachten.

8. Welches Ziel verfolgt die PCC mit dem Projekt?2019-12-14T19:21:18+01:00

Innerhalb der PCC-Gruppe soll die Ethylenoxid-Anlage die langfristige Rohstoffversorgung für die PCC-Chemieunternehmen sichern. Diese nutzen Ethylenoxid insbesondere zur Herstellung von Tensiden und Polyolen. Zudem plant die PCC in Deutschland und international Investitionen in die Produktion von Ethylenoxid-Folgeprodukten. Das geplante Projekt reiht sich daher in eine Vielzahl von Aktivitäten der PCC ein, ihr Produktportfolio weiter auszubauen, um die Marktposition der Unternehmensgruppe langfristig zu sichern.

9. Wieso wählt die PCC Lülsdorf als Standort für das Projekt?2019-12-14T19:21:28+01:00

Die PCC hat im Vorfeld neun europäische Standorte untersucht. Grundsätzlich sind alle Industriestandorte denkbar, die über einen Anschluss an ein Ethylen-Netzwerk zur Rohstoffversorgung, eine gute Verkehrsanbindung und ausreichend Freiflächen verfügen. Lülsdorf erfüllt diese Kriterien und hat darüber hinaus mit Evonik einen Standortbetreiber, der jahrzehntelange Erfahrung im Chemieanlagenbetrieb mitbringt und höchste Standards bezüglich Sicherheit und Umweltschutz setzt. Für die PCC ist der Standort Lülsdorf deshalb momentan der Favorit für diese Investition in Höhe von rund 500 Millionen Euro.

Durch die mehrjährige Geschäftsbeziehung zwischen Evonik und der PCC ist ein gutes Vertrauensverhältnis entstanden. Das Vertrauensverhältnis ist eines der wesentlichen Kriterien dafür, dass sich die PCC zunächst für die weitere Prüfung der Ansiedlung in Lülsdorf entschieden hat.

10. Wie viele Arbeitsplätze werden durch das Projekt langfristig geschaffen?2020-01-13T17:12:48+01:00

Allein durch die geplante Investition der PCC können voraussichtlich 120 neue direkte Arbeitsplätze entstehen. Das Gesamtpotenzial mit den weiterverarbeitenden Betrieben summiert sich auf bis zu 200 Arbeitsplätze.

11. Wie profitieren die Bevölkerung und die Stadt Niederkassel von dem Projekt?2020-01-13T17:14:24+01:00

Die geplante Investition erhöht die Attraktivität des Chemiestandorts Lülsdorf und stärkt allgemein den Wohlstand sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Region. Allein durch die geplante Investition der PCC können voraussichtlich 120 neue direkte Arbeitsplätze entstehen. Das Gesamtpotenzial mit den weiterverarbeitenden Betrieben summiert sich auf bis zu 200 Arbeitsplätze. Darüber hinaus bietet die Investition – insbesondere durch die Modernisierungen im Bereich der Infrastruktur – Anreize für zusätzliche Unternehmen, sich ebenfalls am Standort Lülsdorf anzusiedeln und so noch weitere Arbeitsplätze zu schaffen.

Das macht den Standort insgesamt zukunftssicher, sodass er weiterhin als größter Arbeitgeber einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung leistet. Dabei kommt der regionalen Wirtschaft nicht nur die Kaufkraft der neuen Mitarbeiter zugute, sondern sie profitiert auch von den zu erwartenden Aufträgen für lokale Zulieferer und Dienstleister.

12. Welches sind die wesentlichen Gefahreneigenschaften von Ethylenoxid?2020-01-13T17:15:07+01:00

Ethylenoxid gehört zu den Grundchemikalien, die zur Herstellung allgegenwärtiger Produkte dienen. Wie viele dieser Grundchemikalien ist Ethylenoxid ein Gefahrstoff, für dessen Umgang strenge Sicherheitsbestimmungen gelten: Ethylenoxid ist als extrem entzündbares Gas klassifiziert; es ist beim Einatmen giftig und verursacht bei direktem Kontakt Augen-, Atemwegs- und Hautreizungen; es kann Krebs erzeugen. Für Produktion, Lagerung und Transport von Ethylenoxid sowie der Ausgangsstoffe und auch der Folgeprodukte wird die PCC umfassende Sicherheitsvorkehrungen treffen. Diese werden von externen Sachverständigen sowie den zuständigen Behörden regelmäßig überprüft beziehungsweise überwacht.

13. Was bedeuten die neuen Anlagen für die Sicherheit der Anwohner?2020-01-13T17:21:32+01:00

Die Sicherheit von Anwohnern und Mitarbeitern aller Standorte hat für die PCC höchste Priorität. Daher wird die Handhabung von Ethylenoxid ebenso wie die der Ausgangsstoffe und der Folgeprodukte unter Anwendung strenger und umfassender Sicherheitsvorkehrungen erfolgen. Die geplanten Anlagen werden nach dem neuesten Stand der Technik errichtet und anschließend laufend durch die PCC überwacht und gewartet. Die Ethylenoxid-Anlage und das -Tanklager werden geschlossene Systeme sein, deren Konstruktion Emissionen verhindert. Die Anlagen werden stets in sicheren Betriebszuständen arbeiten und leiten im Fall von nichtbestimmungsgemäßen Betriebszuständen geeignete Maßnahmen bis hin zur automatischen Abschaltung ein. Das geplante Sicherheitssystem genügt höchsten Standards, alle wichtigen Elemente sind redundant, das bedeutet sie sind mehrfach und voneinander unabhängig vorhanden.

Das geplante umfangreiche Sicherheitskonzept wird von eigenen Mitarbeitern am Standort und externen Sachverständigen regelmäßig überprüft und von den zuständigen Behörden überwacht werden.

14. Wird Ethylenoxid auf dem Werksgelände gelagert?2020-01-13T17:19:55+01:00

Von einer maximalen Jahresproduktion von 180.000 Tonnen würden nur maximal etwa 2.500 Tonnen Ethylenoxid in mehreren Tanks auf dem Standort gelagert. Diese werden als Vorratslager für die weitere Versorgung der Folgeanlagen dienen. Auch hier gibt es umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen. Das Tanklager wird aus einer Reihe doppelwandiger erdgedeckter Tanks bestehen und so konzipiert sein, dass durch Leckagen an der Tankinnenwand kein Schaden für die Umwelt und die Umgebung entsteht. Jede Hülle aller Tanks wird kontinuierlich sowohl temperatur- als auch drucküberwacht werden. Alle Tanks sind durch die Erddeckung anprallgeschützt, besser temperaturisoliert und feuerresistent.

15. Wie werden die Ausgangsstoffe und das Produkt Ethylenoxid transportiert?2020-01-13T17:23:05+01:00

Die Hauptrohstoffe für die Ethylenoxid-Anlage sind Ethylen und Sauerstoff. Beide würden über Pipeline-Anschlüsse bis zur Anlagengrenze geliefert. Dies ist der umweltschonendste und sicherste Transportweg. Ethylenoxid würde am Standort selbst über eine neu gebaute Ringleitung transportiert. Außerhalb des Werkgeländes würde Ethylenoxid auf der Schiene transportiert. Dafür würden standardisierte Transportmittel wie Kesselwagen und Tankcontainer verwendet, die speziell für Gefahrguttransporte konstruiert, geprüft und zugelassen sind. Auch der Transport einiger Rohstoffe per Tankschiff wird angestrebt.

16. Wer überwacht die Sicherheit der Anlage?2020-01-13T17:22:17+01:00

Das geplante umfangreiche Sicherheitskonzept wird von eigenen Mitarbeitern am Standort und externen Sachverständigen regelmäßig überprüft.

Die Bezirksregierung Köln ist für die Überwachung der Industrieanlagen in der Region zuständig. Evonik verfügt als Betreiber des Chemieparks über einen eigenen Werkschutz, eine Sicherheitszentrale sowie eine Werkfeuerwehr, die rund um die Uhr bereitstehen.

17. Welche Erfahrungen hat die PCC mit Ethylenoxid?2020-02-07T12:08:52+01:00

Die PCC-Gruppe unterhält Ethylenoxid-Tanklager in Polen, wo die Vorschriften für den Umgang mit Gefahrstoffen ebenso streng sind wie in Deutschland. Die beiden Tochterunternehmen PCC Rokita SA und PCC Exol SA setzen Ethylenoxid seit mehreren Jahrzehnten in der Produktion ein. Daher verfügt die PCC über umfangreiche Erfahrungen im sicheren Umgang mit dieser Chemikalie, einschließlich Lagerung und Transport. Aufgrund dieser Expertise stellt die PCC Rokita SA das Personal für die technische Leitung des Projekts.

18. Gab es in Deutschland Störfälle bei anderen Ethylenoxid-Anlagen?2020-01-06T14:55:52+01:00

In Deutschland gibt es vier weitere Ethylenoxid produzierende Betriebe und eine Vielzahl von Unternehmen, die Ethylenoxid weiterverarbeiten. Störfälle werden der „Zentrale Melde- und -Auswertestelle für Störfälle und Störungen in verfahrenstechnischen Anlagen“ (ZEMA) im Umweltbundesamt gemeldet und dort registriert und sind öffentlich einsehbar unter: https://www.infosis.uba.de/index.php/de/site/12981/zema/index.html

Für Ethylenoxid sind dort in den vergangenen Jahrzehnten vier Störfälle (1984, 1995, 2000 und 2016) verzeichnet. Verletzte gab es keine und es entstand jeweils kein oder nur geringer Sachschaden.

19. Mit welchen Beeinträchtigungen ist während des Baus der Anlage zu rechnen?2020-01-13T17:23:53+01:00

Wenn die Anlage errichtet wird, ist in der Bauphase, die etwa drei Jahre in Anspruch nehmen wird, ist vor allem mit erhöhtem Verkehrsaufkommen durch Baustellenfahrzeuge sowie den Baubetrieb zu rechnen. Dabei gehen die Beeinträchtigungen bei diesem Projekt nicht über die bei Bauvorhaben dieser Größenordnung üblichen hinaus. Eine Lärmbelästigung außerhalb des Werkgeländes wird nicht zu verhindern sein, soll aber auf ein Minimum reduziert werden. Außerdem wird geprüft, ob es möglich ist, die Anlieferung größerer Anlagenteile wie Tanks per Schiff direkt auf das Werkgelände durchzuführen. Weiterhin ist mit Staubemissionen während des Baubetriebs zu rechnen, die durch geeignete Maßnahmen, wie z.B. Staubbindung durch Wasservernebelung oder Befeuchtung von Baustraßen, minimiert werden. Deswegen wird PCC darauf hinarbeiten, bereits bei der Planung Auswirkungen für Anwohner und Nachbarn bestmöglich zu begrenzen.

20. Ändern sich die Produktionszeiten am Standort?2019-12-14T18:58:35+01:00

Nach aktuellen Planungen werden sich die Produktionszeiten mit den neuen Anlagen nicht ändern. Schon heute werden die Anlagen am Standort Lülsdorf zum großen Teil im kontinuierlichen Schichtdienst rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche betrieben.

21. Mit welcher Lärmbelästigung ist durch den Anlagenbetrieb zu rechnen?2020-01-13T17:26:28+01:00

Ziel der PCC ist es, den Lärmpegel zu minimieren. Die geplante Anlage würde nach den besten, heute gültigen und bewährten technischen Standards gebaut, um alle gesetzlich geforderten Emissions- und Immissionsgrenzwerte einzuhalten. So werden die Lärmemissionen z.B. durch den Einbau von Schallschutzmatten an den Anlagen sowie Schalldämpfern an rotierenden Geräten weiter verringert.

22. Werden sich die Lichtemissionen erhöhen?2020-01-02T16:16:08+01:00

Die Anlagen müssen gemäß rechtlicher Anforderungen insbesondere zum Arbeitsschutz beleuchtet werden. Ziel der PCC ist es, die direkte Lichteinstrahlung in Richtung der umliegenden Stadtteile zu minimieren.

23. Wird sich das Verkehrsaufkommen erhöhen?2020-01-02T16:15:56+01:00

Mit den geplanten neuen Anlagen am Standort Lülsdorf wird der Güterverkehr zunehmen. Denn durch die Erweiterung der Produktionskapazitäten, die den Standort stärken und zukunftssicher machen, werden auch mehr Endprodukte abtransportiert. Dabei prüft die PCC alle Möglichkeiten, um eine bestmögliche Lösung für alle Beteiligten zu finden und hat zum Thema Verkehr ein eigenes Gutachten in Auftrag gegeben.

24. Wer entscheidet über die Genehmigungen und wer wird beteiligt?2020-01-13T17:28:04+01:00

Die Bezirksregierung Köln ist für die Prüfung sowie für die Entscheidung über die Genehmigungen für die geplanten Anlagen federführend zuständig. Im Rahmen des Genehmigungsprozesses werden Träger öffentlicher Belange durch die Bezirksregierung Köln involviert. Dazu gehören zum Beispiel weitere Behörden, Naturschutzverbände, Kommunen sowie Feuerwehr und Rettungsdienste.

Das Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImschG) erfolgt mit Öffentlichkeitsbeteiligung durch die Bezirksregierung: Die Antragsunterlagen werden öffentlich ausgelegt und jeder Bürger kann darin Einsicht nehmen. Innerhalb einer gesetzlich geregelten Frist können Einwände gegen die Planung bei der Genehmigungsbehörde eingereicht werden, die von der Genehmigungsbehörde bei ihrer Entscheidung zu berücksichtigen sind.

25. Welche Umweltbelastung wird von den neuen Anlagen ausgehen?2020-01-13T17:29:27+01:00

Neben der Sicherheit von Anwohnern und Mitarbeitern hat der Umweltschutz für die PCC oberste Priorität. Die Abwässer aus dem Anlagenbetrieb würden in der am Standort schon vorhandenen zentralen Kläranlage gereinigt, bevor sie in den Rhein geleitet werden. Darüber hinaus würde die PCC ein Puffersystem installieren, das die Speicherung von Abwässern ermöglicht, falls eine zusätzliche Aufbereitung erforderlich sein sollte. Zur Kühlung der Anlage würde kein Wasser aus dem Rhein entnommen oder ihm zugeführt, da es sich um ein geschlossenes Kühlsystem handelt.

Für die Berücksichtigung der artenschutzrechtlichen Belange gemäß § 44 Bundesnaturschutzgesetz hat die PCC ein Artenschutzgutachten in Auftrag gegeben. Alle möglichen Einflüsse auf den Rhein als Lebensraum für Fische und andere Wasserlebewesen werden im Rahmen der Erstellung der Antragsunterlagen ebenfalls überprüft.

Das bei der Herstellung von Ethylenoxid entstehende CO2 würde zu rund 80 Prozent in einer Nebenanlage zurückgewonnen. CO2 wird dann als Rohstoff zur Herstellung von Ethylencarbonaten wiederverwendet und damit für eine wesentliche Verbesserung der CO2-Bilanz der EO-Anlage sorgen. Ethylencarbonate sind Hauptbestandteile von Elektrolyten für die Herstellung von Lithium-Ionen-Akkus, wie sie etwa in Elektroautos genutzt werden.

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